Wir beschäftigen uns ständig damit was wir tun können um effizienter, leistungsfähiger und entspannter zu werden.

Das ist soweit ja ganz gut. Allerdings beschäftigen wir uns heute mal mit der Kehrseite. Was das heißt?

Ich zeige dir heute einfach mal die Dinge die du am besten lassen solltest. Da gibt es viele. Deshalb zeige ich dir heute 3 Punkte die ich für sehr wichtig halte. (Beziehungsweise so unwichtig, dass du sie am besten einfach lässt.)

1. Multitasking

Vor ein paar Jahren noch war Multitasking der Trend schlechthin. Du warst der King wenn du Telefoniert hast, mit deinen Kollegen den neuesten Kaffeeklatsch besprochen hast und gleichzeitig noch deine E-Mails beantworten konntest. Natürlich alles gleichzeitig. Und was du heute Abend noch essen willst inklusive der Einkaufsliste solltest du nebenbei doch auch noch easy packen.

Es läuft mir fast kalt den Rücken runter wenn ich darüber nachdenke. Zum Glück sehen mittlerweile immer mehr Menschen und Chefs ein, dass diese Form von Arbeit alles ist, aber nicht produktiv.

Studien der Harvard University und der Universität Utah haben belegt, dass es unvorteilhaft ist mehrere Dinge gleichzeitig zu machen. Auf neurobiologischer Basis wurde nachgewiesen, dass sich Menschen höchstens ein oder zwei Dingen gleichzeitig widmen können. Alles weitere was „Multitasking“ betrifft ist lediglich ein rasantes wechseln der Aufmerksamkeit. (Ich habe versucht die Studien ausfindig zu machen und hier zu verlinken, allerdings konnte ich sie nicht mehr finden.)

Ich konnte allerdings noch diese Studie der Universität Stanford finden, in welcher aufgezeigt wird wie der Leistungsabfall ist von Leuten die „Multitasken“ im Vergleich zu Menschen die sich auf eine Sache fokussieren.

Das Resultat hinter Multitasking ist also sowohl eine sinkende Leistungsfähigkeit, als auch eine steigende Tendenz des Stresslevels. Beides zusammen, du kannst es dir vielleicht schon vorstellen, ist ein tödlicher Cocktail für deine Produktivität und dein Selbstmanagement.

2. Ein voller Kalender

Wieso du unproduktiv durch einen vollen Kalender bist? Naja sagen wir mal so. Wenn dein Tag voller Termine ist und sich einer an den nächsten anreiht, was tust du wenn etwas unvorhersehbares dazwischen kommt?

Dein gesamter Tagesplan wäre im Eimer. Das soll natürlich nicht passieren. Aus diesem Grund achtest du immer auf Pufferzeiten. Versuche nur etwa 60% deines Tages zu verplanen. Die restlichen 40% sind dann für Wegstrecken, Stau und alle anderen unvorhersehbaren Dinge gedacht.

Glaub mir, der Tag ist gleich viel entspannter, wenn du nicht von Termin zu Termin hetzt. Du bist auch gleichzeitig ausgelassener und somit produktiver bei deinen einzelnen Terminen.

Definitiv mal einen Versuch wert oder?

3. Pausen? Was ist das?

Pausen zu machen heißt nicht zu arbeiten. Klingt ziemlich unproduktiv oder?

Ist es aber nicht. Es kommt dabei lediglich darauf an wie du Pausen machst.

Es ist wie immer. Das richtige Mindset bringt dich voran. Leute können beispielsweise das Paretoprinzip nutzen um zu absoluten Faulpelzen zu werden und das gleichzeitig zu vertreten.

Du kannst aber nicht einen ganzen Arbeitstag ohne Pause durchziehen und durchgehend produktiv sein.

Es wäre optimal wenn du alle 90 Minuten eine kurze Pause von 10-15 Minuten machst. Es sollte nicht länger sein, aber auch nicht weniger als 5 Minuten sein.

Das ganze lehnt sich an die Pomodoro Technik an, bei der man für gewöhnlich in 30 Minuten Blöcken arbeitet. Davon sind 25 Minuten für die Arbeit geplant und 5 Minuten für die Pause.

Für mich ist das nichts, denn mal ehrlich, nach 25 Minuten komme ich doch erst so richtig in Fahrt. Man ist gerade frisch in den Flow gekommen und soll sofort unterbrechen? Unpassend für mich.

Wie genau dein Rhythmus ist, musst du für dich selbst herausfinden. Ich verspreche dir aber, dass du produktiver sein wirst wenn du öfters mal eine kurze Pause machst und durchatmest.

Fazit

Natürlich gibt es noch weitere Punkte. Allerdings möchte ich den Rahmen nicht sprengen. Andererseits denke ich, dass das die drei wichtigsten Punkte sind auf die du achten solltest.

Also nochmal kurz zusammengefasst:

Versuche Multitasking zu umgehen. Fokussiere dich auf eine Sache nach der anderen anstatt mehrere Dinge gleichzeitig zu machen.

Trotzdem solltest du immer darauf achten genug Pufferzeiten einzubauen, damit du nicht in Bedrängnis kommst oder unkonzentriert und abgehetzt bei Terminen bist.

Und zum Schluss. Mach Pausen! Nicht zuviel aber finde eine gute Mischung. Dabei kannst du dich am Pomodoro Prinzip orientieren. Ich habe für mich eine gute Fokuszeit von 45-90 Minuten entdeckt. Versuche das gleiche für dich zu erreichen.

Kennst du noch weitere Dinge auf die man unbedingt achten sollte um produktiv zu arbeiten? Teile uns deine Meinung und Erfahrung dazu doch in den Kommentaren mit.

Merlin Mechler
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Merlin Mechler

Community Blogger bei Paperless Pioneers
Ich blogge über minimalistisches Selbstmanagement unter www.merlinmechler.de.Zudem bin ich Community Blogger bei den PaperlessPioneers.

Ich komme ursprünglich aus dem sozialen Bereich der Erziehung, bin dann aber nach Abbruch meiner Erzieherausbildung ins Callcenter gegangen.

Um endlich wieder wirklich Leisten zu können und Menschen dabei zu helfen sich zu entwickeln blogge ich hier und auf meinem Blog.

Ich arbeite streng nach dem Pareto-Prinzip (80/20) und lebe nach dem Motto "Life is a Challenge".

Dein Fan,
Merlin
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